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Exkretion und Flüssigkeitshaushalt 3

  • Evolution von Niere und Glomerulus
1. Protonephridium
2. Ultrafiltration Metanephridium
3. Niere Malpighi-Gefäße
  • Filtration im Glomerulum
    • Filtrationsdruck nötig, der den osmotischen und den hydrostatischen Druck aus dem Gewebe übersteigt
  • Verallgemeinerter Aufbau eines Nephrons
    1. Glomerulum
    2. Halsbereich
    3. Proximales Segment 1
    4. Proximales Segment 2
    5. Zwischensegment
    6. Henle'sche Schleife (erst bei Säugern und z. T. Vögeln)
    7. Distales Segment
    8. Sammelrohr
  • Amphibienniere
    • Produziert hypoosmolaren Urin (Süßwasserlebewesen)
    • Einzige Regulation: Filtration zurückfahren, Extremfall: keine Filtration und kein Urin mehr
  • Vertebratenniere
    1. Nierenrinde
    2. Nierenmark (enthält Tubulussystem mit Henle'schen Schleifen)
      • Die relative Markfläche der Niere ist annähernd proportional zu den Konzentrationen, die im Urin möglich sind
    3. Nierenbecken
  • Aufbau eines Nephrons
    • Nierenkörperchen
      • Glomerolum
    • Tubulusapparat
      • Tubulus und Henle'sche Schleife
        • Resorption von Zuckern, Aminosäuren, Ionen
        • Na+-Resorption:
          • Über die ganze Länge des Tubulus
          • Aldosteron erhöht Na+-Absorption durch vermehrte Produktion von Na+/K+-ATPasen
        • Wasserresorption:
          • Mittlere Schleife ist wasserundurchlässig
          • ADH-Hormon steigert Wasser-Permeabilität im Sammelrohr und somit Resorption (sorgt für aktiven Einbau von intrazellulären Aquaporinen)
          • Durch exrem hohe Harnstoff-Konzentration im umgebenden Gewebe diffundiert Wasser aus der Schleife (osmolarität im Gewebe steigt deutlich von oben nach unten)
        • Harnstoffzirkulation
          • Oberer Teil der Schleife ist Harnstoff-undurchlässig
          • Resorption von Harnstoff im unteren Teil der Schleife
        • Im Sammelrohr wird die osmolarität des Urins reguliert
  • Regulation der Harnausscheidung
    • Durch Regulation der glomerulären Filtrationsrate
      • Veränderung des arteriellen Blutdrucks: Renin/Angoitensin
    • Durch Regulation der Na+-Resorption
      • Regulierung des Aldosteron (Nebennierenrinde)
    • Durch Regulation der Wasserpermeabilität am Sammelrohr
      • Regulation von ADH (anti-diuretisches Hormon)
  • Niere und pH-Regulation
    • Tubuluszellen können CO2 durch Carboanhydrase in Kohlensäure umwandeln und dadurch H+ ins Sammelrohr und HCO3- ins Blut abgeben, oder auch umgekehrt (Typ A oder Typ B-Zellen)
    • Urin wird mit Ammoniak und Phosphat gepuffert, damit H+ leichter aus Tubuluszellen ins Sammelrohr abgegeben werden kann:
      • NH3 + H+ NH4+ (kann Membran nicht mehr passieren)
      • HPO42- + H+ H2PO4- (kann Membran nicht mehr passieren)
    • Im Gegensatz zum Abatmen von CO2 ist die pH-Regulation über die Niere langfristig und nachhaltig

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Zuletzt geändert am 22 September 2006 18:33 Uhr von chrschn